Kati Naumann

Was uns erinnern lässt

70 Jahre deutsch-­deutsche Geschichte: Kati Naumann erzählt von Hunger, Vertreibung, Enteignung, Wiedervereinigung und Ver­söhnung.

Verlag: HarperCollins
Seiten: 400
Preis: 20,00 €
ISBN: 9783959672474
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Vergessenes Land
Thüringen im Jahr 1977: Das Zuhause der 14-jährigen Christine ist das ehemals mon­däne Hotel Waldeshöh am Rennsteig im Thüringer Wald. Seit der Teilung Deutschlands liegt es hinter Stacheldraht in der Sperrzone direkt an der Grenze. Schon lange findet kein Wanderer mehr den Weg dorthin. Ohne Passierschein darf niemand das Waldstück betreten, bald fahren weder Postauto noch Krankenwagen mehr dort hinauf. Fast scheint es, als habe die DDR das Hotel und seine Bewohner vergessen. 40 Jahre später findet die junge Milla abseits der Wanderwege im Thüringer Wald einen über­wucherten Keller und stößt auf die Geschichte des ­Hotels Waldeshöh. Dieser besondere Ort lässt sie nicht los, sie spürt Christine auf, um mehr zu erfahren. Die Begegnung verändert beide Frauen: Während die eine lernt, Erinnerungen anzunehmen, findet die an­dere Trost im Loslassen ...



Kati Naumann (*1963 in Leipzig) erzählt in ihrem Roman „Was uns erinnern lässt“ auf berührende Weise die Geschichte des Rennsteigs. Im Interview erklärt sie: ­„Meine Großeltern wohnten in Südthüringen im Sperrgebiert. Wir sind oft über die Wehd gewandert, und von dort hat man einen wunderbaren Blick nach Neustadt bei Coburg in Bay­ern. Ich kann mich noch an dieses merkwürdige Gefühl erinnern, das dieser Blick in den Westen jedes Mal bei mir ausgelöst hat. Als Kind fand ich es völlig normal, wenn die Besuche bei den Großeltern beantragt werden mussten, dass wir ohne den Passierschein nicht zu ihnen durften, dass wir uns als ­Allererstes bei der Deutschen Volks­polizei melden mussten und dass wir auch im Wald oftmals angehalten und kontrolliert wurden.

Meine Mutter hatte eine Freundin, die in der 500-m-Sperrzone lebte, in der die Menschen viel stärker überwacht und reglementiert wurden. Durch sie wusste ich, dass es neben dem Sperrgebiet noch diese schmale Zone ­zwischen den zwei Zäunen gab. Ich wusste, dass dort Menschen wohnten und versuchten, ein normales ­Leben zu führen. Von den Zwangsumsiedlungen wusste ich damals noch nichts. Den Betroffenen war es strengstens verboten, darüber zu sprechen. Die Geschichte der ­Familie Dressel ist fiktiv, aber ihr Schicksal teilen die unzäh­­ligen Fa­milien, die in der DDR zwangsum­gesiedelt wurden. “

SPIEGEL-Bestseller

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