Klassisches Lesen noch immer angesagt

Donnerstag, 10. August 2017 (17:41 Uhr)

Kinder in Deutschland lesen mehr Bücher als gedacht

„Young Digital Natives - wie digital sind sie wirklich?” Unter Berücksichtigung dieser Frage beleuchtet die neue Kinder-Medien-Studie 2017 den Medienkonsum und das -nutzungsverhalten von Kindern in Deutschland. Sechs Verlage, darunter SPIEGEL-Verlag, Blue Ocean Entertainment AG, Egmont Ehapa Media GmbH, Gruner + Jahr, Panini Verlags GmbH und ZEIT-Verlag, haben sich zusammengeschlossen und in repräsentativen Interviews untersucht, welche Medien Kinder zwischen 4 und 13 Jahren in Deutschland konsumieren. Dabei wurden einige überraschende Ergebnisse festgestellt:

Die digitale Welt ist für die Kinder zwar attraktiv, doch trotzdem lesen 72% aller Kinder im Vorschul- und Grundschulalter auch 2017 noch privat auf Papier. Sei es das klassische Buch, ein Comic oder die Kinderzeitschrift: Die deutschen Kinder greifen trotz des alltäglichen Kontaktes mit digitalen Medien weiterhin und mehrfach auf das wohl bekannte Print-Medium zu. Somit liegt das klassische Lesen gleichauf mit der Nutzung des Internets oder von Apps als Freizeitbeschäftigung der Kinder.
Einen möglichen Grund für dieses Ergebnis legt die Kinder-Medien-Studie 2017 ebenfalls vor. Während die Kinder offline ihren Konsum und ihre privaten Kaufentscheidungen schon sehr früh selbstständig treffen dürfen und sollen, ist die Kontrolle online um einiges strenger. Die wenigsten Kinder im Alter zwischen 6 und 9 Jahren dürfen ohne Aufsicht ihrer Eltern Apps herunterladen (12%) oder allein im Internet surfen (19%). Bei Büchern hat dieselbe Altersgruppe durchaus mehr Freiheiten und darf mehrheitlich (63%) selbst entscheiden, was gelesen werden soll. Die Eltern bewerten Bücher und Kindermagazine positiver als andere Medien und geben den Kindern bei der „sinnvolleren Beschäftigung” mehr Freiraum. Des Weiteren hat die Studie ergeben, dass Mädchen bereits im Kindesalter weniger Geld für den Medienkonsum zur Verfügung haben als Jungen. Im Ergebnis: Die Kinder haben im Großen und Ganzen lieber offline Kontakt zu Freunden/Familie als dass sie in der virtuellen Welt allein sein.

(Quelle: Kinder-Medien-Studie 2017)
(Bild-Quelle: Vitalinko - fotolia.de)

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