Buchtipp der Woche

Freitag, 19. Mai 2017 (11:00 Uhr)

Friederike Gösweiner empfiehlt Yasushi Inoue

Friederike Gösweiners (Foto: Thomas Larcher) Debüt „Traurige Freiheit”, das 2016 beim Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet wurde, soll zurzeit bei der Aktion „Innsbruck liest” Menschen zum Lesen animieren: 10.000 Exemplare wurden in verschiedenen Einrichtungen der Stadt verteilt, in Bibliotheken und Buchhandlungen, aber auch in Bussen und im Recyclinghof.

Die österreichische Autorin selbst beschäftigt sich mit dem Roman „Das Jagdgewehr” von Yasushi Inoue, der Stoff ihres ersten Librettos ist, das der Komponist Thomas Larcher bei den Bregenzer Festspielen 2018 uraufführen wird. „So oft wie ich diesen Text gelesen habe, habe ich keinen anderen gelesen, und Mal für Mal ist er besser, stärker, zugleich geheimnisvoller geworden und Rätsel geblieben. Der Erzähler, ein Dichter, erhält einen Brief eines Mannes, der sich in einem Gedicht des Erzählers als einsamer Jäger erkannt fühlt. Er schickt ihm drei Briefe dreier Frauen weiter. In ihnen enthüllt sich – in japanischer Schlichtheit und mit großer erzählerischer Raffinesse – die Geschichte des Jägers, die zunächst eine klassisch-tragische Dreiecksgeschichte ist, zugleich aber – und das erschließt sich mit jedem Wiederlesen deutlicher – eine Reflexion über die Sehnsucht, verstanden zu werden und die Unfähigkeit sich mitzuteilen, über das Wesen von Literatur, über Einsamkeit, über Liebe.”

Yasushi Inoue
„Das Jagdgewehr”
Suhrkamp, 97 S.
7,00 €
ISBN 978-3-518-39409-0

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