„Worte bewegen. Siła słów”

Mittwoch, 19. April 2017 (15:20 Uhr)

Deutschland ist Gastland der 8. Warschauer Buchmesse

Deutschland ist vom 18.-21. Mai 2017 das Gastland der 8. Warschauer Buchmesse. Das von der Frankfurter Buchmesse und dem Goethe-Institut gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland vorbereitete Programm steht unter dem Motto „Worte bewegen. Siła słów”. Es soll die Literatur als einen Freiraum für den offenen Dialog und den Austausch von Gedanken, Emotionen und Informationen präsentieren.

„Dieses Jahr ist ein entscheidendes für Europa: In zahlreichen Ländern stehen Wahlen an, und dabei wird nicht nur über die jeweilige Präsidentschaft oder Regierung entschieden, sondern auch über den Zusammenhalt innerhalb Europas. In einer Zeit, in der Europa zunehmend unter Druck steht, wollen wir diesen Gastlandauftritt nutzen, um über Themen zu diskutieren, die uns bewegen: Europa als Sehnsuchtsort, die besorgniserregenden rechtspopulistischen Tendenzen in vielen Ländern, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise – aber auch Fragen nach gemeinsamen Werten und kulturellen Identitäten”, sagt Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse.

Auf einer Fläche von 220 Quadratmetern wird der Deutsche Gemeinschaftsstand (Stand 115 / D 11) der Vielfalt der deutschen Buchkultur eine Bühne bereiten: Insgesamt 66 Aussteller nutzen den Gastlandauftritt, um mit polnischen Verlagen ins Gespräch und ins Geschäft zu kommen – ein Rekord.

23 Verlage sind mit Mitarbeitern vor Ort vertreten, darunter Aufbau, Rowohlt, Suhrkamp, Kookbooks, Gabal oder Loewe. Die polnische Buchhandlung Co-Liber ist ebenfalls am Stand präsent und wird den Buchverkauf übernehmen.

Mit Nobelpreisträgerin Herta Müller wird eine Schriftstellerin am Deutschen Stand zu Gast sein, die biografisch und künstlerisch viele Grenzen überschritten hat. Ihre Erfahrungen in einer kommunistischen Diktatur hat Herta Müller literarisch verdichtet: Ihre Prosa verstört und bewegt. Bei polnischen Leserinnen und Lesern ist Herta Müller sehr gefragt – in keine andere Sprache wurden so viele ihrer Bücher übersetzt wie ins Polnische. Die rumäniendeutsche Schriftstellerin wird oft als Mahnerin für die Verteidigung von Menschenrechten wahrgenommen. „In jeder Sprache sitzen andere Augen in den Wörtern” lautet der Titel der Veranstaltung, die Herta Müller mit dem polnischen Publizisten Adam Krzeminski ins Gespräch bringen wird.

Darüber hinaus erwartet die Besucherinnen und Besucher ein reiches Programm zu fachlichen, literarischen und gesellschaftspolitischen Themen, aber auch zu Kinder- und Jugendliteratur und Krimis. Verschiedene Autorinnen und Autoren werden in Warschau mit polnischen Literaten und Journalisten diskutieren: Wolfgang Bauer, Ulrike Draesner, Jakob Hein, Daniela Kohl, Andre Kubiczek, Charlotte Link und Alice Pantermüller.

Das gesamte Veranstaltungsprogramm am Deutschen Gemeinschaftsstand findet sich hier. www.buchmesse.de/international

 

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